SAVE Income
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Q3 2026

Quartalsupdate

Was hat die Märkte im dritten Quartal 2026 bewegt?

Die Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung im Nahen Osten, die das zweite Quartal getragen hatte, hat sich bisher noch nicht erfüllt. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran scheiterten, die Straße von Hormus wurde wieder blockiert. Angriffe auf Tanker und auf die saudische Energieinfrastruktur ließen den Schiffsverkehr durch die Meerenge zeitweise nahezu zum Erliegen kommen. Der Brent-Ölpreis stieg von rund 73 US-Dollar zu Quartalsbeginn auf knapp 109 US-Dollar Mitte September und beendete das Quartal bei rund 104 US-Dollar.

Dieser Energiepreisschub ließ auch die Inflationserwartungen, die zur Jahresmitte gedämpft waren, wieder ansteigen. Die Notenbanken reagierten entschlossen: Mehr als 80 Prozent der Zentralbanken der Industrieländer hoben im Quartal ihre Leitzinsen an, darunter die US-Notenbank, die EZB und die Bank of Japan. An den Anleihemärkten löste das einen breiten Ausverkauf aus. Hinzu kam ein hohes Angebot an neuen Anleihen: Neben den hoch verschuldeten Staaten liehen sich auch die großen US-Technologiekonzerne in diesem Jahr bereits mehr als 200 Milliarden US-Dollar für den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,6 Prozent, den höchsten Stand seit 2002.

Die Aktienmärkte zeigten sich davon erstaunlich unbeeindruckt. Getragen von einer stabilen Konjunktur und deutlich höheren Unternehmensgewinnen markierten die globalen Aktienmärkte im Quartalsverlauf neue Höchststände. Da die Gewinnschätzungen schneller stiegen als die Kurse, sanken die Bewertungen in den meisten Regionen sogar. Innerhalb des Technologiesektors schichteten Anleger von Halbleiterwerten in die großen Cloud-Anbieter und Softwareunternehmen um, was vor allem den US-Markt stützte. Im breiten Markt lagen Substanzwerte mit einem Plus von 4,5 Prozent im Quartal dennoch klar vor Wachstumswerten, die lediglich um 0,6 Prozent stiegen.

Wachstum & Konjunktur

Konjunkturell hielten die großen Volkswirtschaften dem Energiepreisschock und den höheren Zinsen im dritten Quartal gut stand. In den USA stützten vor allem die Investitionen in künstliche Intelligenz die Wirtschaft, auch der private Konsum blieb stabil. Das US-Wachstum im zweiten Quartal wurde auf annualisiert 2,2 Prozent nach oben revidiert, und der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie stieg im September auf 55,9 Punkte, das stärkste Wachstumssignal seit über vier Jahren. Der Index basiert auf einer monatlichen Umfrage unter Einkaufsleitern von Unternehmen und gilt als wichtiger Frühindikator für die Konjunktur; Werte über 50 Punkten signalisieren Wachstum. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich zuletzt wieder robuster.

In der Eurozone fiel die Entwicklung besser aus als zur Jahresmitte befürchtet. Die Wachstumserwartung für 2026 war seit Kriegsbeginn von 1,2 auf zeitweise gut 0,5 Prozent gefallen. Ab Mitte Juli wurde sie wieder nach oben revidiert und lag Ende September bei 0,9 Prozent. Der Einkaufsmanagerindex der Industrie erreichte mit 52,9 Punkten ein Vierjahreshoch, und erstmals seit Längerem bauten die Unternehmen wieder Personal auf. In der Handelspolitik kehrte vorerst etwas Ruhe ein: Seit Ende Juli gelten in den USA unbefristete Zusatzzölle von 10 bis 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Volkswirtschaften, für die EU sind es 10 Prozent. Das Zollniveau blieb damit weitgehend unverändert, die rechtliche Unsicherheit entfiel aber, und die USA und China verlängerten ihren Zollwaffenstillstand bis Januar 2027.

Geldpolitik & Inflation

Der Ölpreisanstieg trieb die Inflation vor allem in der Eurozone wieder nach oben. Die Teuerungsrate stieg von bereits erhöhten 2,8 Prozent im Juni auf 3,8 Prozent im September. Treiber waren die Energiepreise, während die Kerninflation im September bei 2,5 Prozent lag. In den USA stieg die Inflationsrate im September auf 3,7 Prozent, während sich die Kernrate auf 2,6 Prozent erhöhte.

Die Europäische Zentralbank pausierte im Juli und hob den Einlagenzins am 10. September nach dem ersten Zinsschritt im Juni um weitere 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent an. Die US-Notenbank folgte am 16. September mit ihrer ersten Zinserhöhung seit 2023 auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Damit bestätigte sich der restriktive Kurs, den der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh im Juni angekündigt hatte. Beide Notenbanken halten sich weitere Schritte offen, die Märkte rechnen mit zusätzlichen Erhöhungen bis Jahresende.

Der Euro wertete nach einem Zwischenhoch von knapp 1,17 US-Dollar im August wieder ab und schloss das Quartal bei rund 1,13 US-Dollar. Neben dem gestiegenen Zinsvorsprung der USA belasteten Haushaltssorgen in Frankreich: Der Renditeabstand französischer zu deutschen Staatsanleihen stieg auf 119 Basispunkte, den höchsten Stand seit der Euro-Schuldenkrise.

Wie haben sich die einzelnen Anlageklassen entwickelt?

Das dritte Quartal verlief für die Anlageklassen zweigeteilt: Aktien und Rohstoffe legten zu, Anleihen verloren auf breiter Front. Für ausgewogene Portfolios waren damit nicht die Aktien, sondern die Anleihen der größte Belastungsfaktor.

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Globale Aktien legten im Quartal um 2,3 Prozent zu und liegen in den ersten drei Quartalen 16,9 Prozent im Plus. Japanische Aktien entwickelten sich im Quartal mit einem Plus von 6,7 Prozent am besten, unterstützt von steigenden Gewinnen und mehr Aktienrückkäufen. Seit Jahresbeginn liegen sie damit 26,8 Prozent im Plus. US-Aktien notierten im Sommer wiederholt auf Allzeithochs, gewannen im Quartal 2,9 Prozent und stiegen damit seit Jahresbeginn um 16,2 Prozent. In Euro gerechnet half dabei auch der stärkere US-Dollar. Schwellenländeraktien traten nach dem starken ersten Halbjahr auf der Stelle (+0,3 Prozent), weil Halbleiterwerte, die in der Region ein hohes Gewicht haben, im Juli deutlich nachgaben. Mit einem Plus von 27,6 Prozent seit Jahresbeginn bleiben sie dennoch die stärkste Region. Europäische Aktien verloren im Quartal 1,0 Prozent und liegen damit im Vergleich zum Jahresbeginn 9,6 Prozent im Plus. Belastend wirkten die Zinserhöhungen der EZB, die Haushaltsdebatte in Frankreich und das geringere Gewicht KI-naher Unternehmen im europäischen Markt.

Am Anleihemarkt hinterließ der Zinsanstieg deutliche Spuren. Euro-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit verloren im Quartal 4,8 Prozent und sind mit einem Minus von 3,5 Prozent seit Jahresbeginn das schwächste Anleihesegment. Französische Staatsanleihen gaben sogar um mehr als 5 Prozent nach. Globale Investment-Grade-Unternehmensanleihen verloren 3,5 Prozent und fielen damit seit Jahresbeginn um 3,1 Prozent. Hochzinsanleihen verloren mit 2,5 Prozent etwas weniger, da höhere Kupons und kürzere Laufzeiten den Zinsanstieg teilweise abfederten. Seit Jahresbeginn liegen sie 0,7 Prozent im Minus. Schwellenländeranleihen in Hartwährung litten unter dem Anstieg der US-Renditen (–3,3 Prozent im Quartal, –1,2 Prozent seit Jahresbeginn). Inflationsindexierte Anleihen verloren im Quartal 1,9 Prozent und liegen seit Jahresbeginn bei einem Minus von 0,8 Prozent.

Rohstoffe waren die stärkste Anlageklasse des Quartals: Getrieben von Öl und Gas legte der breite Rohstoffindex im Quartal um 17,0 Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn 37,4 Prozent im Plus. Gold erholte sich im Quartal um 3,8 Prozent, gab im September aber 4,0 Prozent nach, als steigende Realzinsen und der festere US-Dollar das Edelmetall belasteten. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 2,2 Prozent zu Buche.

Wie hat sich SAVE Income entwickelt?

SAVE Income hat in den ersten drei Quartalen 2026 eine Performance von 0,8 Prozent erzielt. Maßgeblich beeinflusst wurde die Entwicklung von den gestiegenen Zinserwartungen: Mit dem erneuten Energiepreisschub preisten die Märkte zusätzliche Zinserhöhungen der EZB ein, die Renditen kurzlaufender Euro-Anleihen stiegen deutlich, und die Kurse der Anleihen im Portfolio gaben entsprechend nach. Im dritten Quartal blieb die Wertentwicklung deshalb nahezu unverändert: Einem positiven August, in dem sich die Risikoaufschläge einengten, standen Rückgänge im Juli und vor allem im September gegenüber, als die EZB die Zinsen erneut anhob und weitere Schritte eingepreist wurden. Positionen mit sehr kurzer Laufzeit wie Geldmarktfonds und Staatsanleihen bis ein Jahr, deren Kurse kaum auf Zinsänderungen reagieren, erzielten im Quartal Zugewinne von rund 0,5 Prozent, während Unternehmensanleihen mit Laufzeiten bis drei Jahre sowie Hochzins- und Schwellenländeranleihen leicht nachgaben. Zum Vergleich: Der Geldmarktzins (€STR) erzielte seit Jahresbeginn 1,6 Prozent. Auch dieser Abstand geht auf die gestiegenen Zinserwartungen zurück, die im Jahresverlauf Kursverluste bei kurzlaufenden Anleihen ausgelöst und damit einen Teil der laufenden Erträge aufgezehrt haben.

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Geldpolitischer Ausblick

Wie im Vorquartal erwartet, hat die EZB nachgelegt: Am 10. September hob sie den Einlagenzins um weitere 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent an. Ihre Inflationsprognose für 2026 beließ sie bei 3,0 Prozent und hob sie für 2027 auf 2,5 Prozent an. Die Terminmärkte rechnen für die kommenden zwölf Monate mit bis zu drei weiteren Zinsschritten. In den USA hob die Fed die Zinsen im September erstmals seit 2023 an und stellte einen weiteren Schritt in diesem Jahr in Aussicht.

Für SAVE Income bestätigt sich damit, was wir im Vorquartal beschrieben haben: Steigende Zinserwartungen führen kurzfristig zu leichten Kursverlusten, heben aber zugleich das Renditeniveau im Portfolio. So ist der Geldmarktzins (€STR) seit Juli von rund 2,2 auf rund 2,4 Prozent gestiegen, und auch die Renditen der kurzlaufenden Anleihen im Portfolio haben zugelegt. Sollten sich die eingepreisten Zinserhöhungen als zu hoch erweisen, würden kurzlaufende Anleihen zusätzlich von Kursgewinnen profitieren.

Portfoliostruktur: Aufstellung unverändert

Die im Mai überarbeitete strategische Anlageaufteilung haben wir im dritten Quartal unverändert beibehalten. Rund 4 Prozent entfallen auf Geldmarktfonds und rund 14 Prozent auf Euro-Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit. Kurzlaufende Investment-Grade-Unternehmensanleihen bilden mit rund 58,5 Prozent weiterhin den Kern, ergänzt um rund 22,5 Prozent Hochzins- und Schwellenländeranleihen mit sehr kurzer Duration. Die kurze Duration sorgt dafür, dass fällige Anleihen zügig zu den inzwischen höheren Renditen wieder angelegt werden können.